Du sollst nicht stehlen deines Nächsten Content.

15. November 2006 | 10.37 Uhr | Kategorie: Persönlich

Aller Anfang ist schwer. Daher ehrt es mich, wenn sich Neublogger an meinen Texten orientieren. Allerdings habe ich dabei wenig Verständnis für simples »Copy & Paste«. Wo ist da der Sinn, wenn es für den neuen Weblog doch nur zum schnöden Kopieren fremder Textpassagen reicht?

Aber der Reihe nach. Folgende Situation: Im Fontblog fällt mir ein Trackback eines mir bis dato unbekannten Designweblogs auf. Interessant, denke ich, könnte ich so auch geschrieben haben. Aber Moment, das habe ich ja geschrieben! Zwei Kommentare zuvor findet sich sogar noch mein eigener Trackback mit dem Hinweis auf den FontShop’schen Studentenrabatt. Bis auf einige zusätzliche Infos in meinem Beitrag sind dies eins-zu-eins genau meine Worte.

Ein Versehen, denke ich, an das Gute im Menschen glaubend und weise den (oder die?) Schreiber/in mit einem Kommentar auf den Beitrag unter fh-augsburg.de/~rrebele/?p=9 (bewusst nicht verlinkt) meiner Meinung nach höflich aber bestimmt auf dieses kleine Missgeschick hin:

Herzlichen Glückwunsch zum noch jungen Designblog. Der Seite steht sicher eine große Zukunft bevor. Allerdings sollte man dafür auf »Copy & Paste« anderer Weblogs verzichten.

Screenshot, zu sehen ist der gemopste Content mit meinem darauf gelöschten Kommentar

Screenshot, auf dem der „geliehene“ Text (zum Vergleich dieser Link) und mein Kommentar, der daraufhin gelöscht wurde, zu sehen ist.

Denkste, Ivo! Mein Kommentar hat keine zwei Minuten Bestand im World Wide Web und wird sogleich vom dreisten Content-Dieb gelöscht, was mich dann doch irgendwie einem leichten Stimmungsabfall unterwirft. Das Internet als virtuelles Paralleluniversum zum realen Leben ist ebenso gewissen Werten und Regeln unterworfen, wie die „echte Welt“ selbst. Da gehört es sich einfach nicht, die geistigen Ergüsse anderer (und seien sie noch so kleingeistig oder gar überflüssig) als seine eigenen auszugeben. Eine kurze Info, wie die vom Studentenrabatt wird doch auch der untalentierteste Netzpublizist noch in eigene Worte verpacken können.

Stunden später folgt dann glücklicherweise auch die Einsicht, dass das Finden eigener Worte so verkehrt nicht sein kann. Er/sie hat es also doch noch geschafft und etwas Eigenes produziert. Es gibt noch Hoffnung, da draußen …

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  1. 1 | Nils | 15. November 2006 um 10.51 Uhr

    Frech, dreist und dumm. Es ist doch nicht sooo schwer zu tippen “Wie Ivo auf seiner Seite (hier ein Link) schreibt, bekommt man …” Wobei das Löschen von unangenehmen Kommentaren noch dümmer ist. Na, wir hoffen einmal, dass sich der Schreiber bessert. :-)

  2. 2 | Heiko | 16. November 2006 um 09.04 Uhr

    Davon gibt es leider viel zu viel ;o( Die zahlreichen “FeedAggregatoren” sorgen leider auch dafür das bspw. meine Artikel reihenweise in fremden Blogs integriert werden, dort gelesen und kommentiert werden können. Da kannst du ja nochmal froh sein, dass bei diesem Blogbetreiber noch Einsicht eingekehrt ist ;o)

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