… oder auch »Liniennetzplan Braunschweig – Tram«
Als ehemaliger Einwohner der Stadt Heinrichs des Löwen vernahm ich höchstinteressiert eine Mail in meinem Briefkasten, die mich auf ein kreatives Projekt mit dem Titel »Warme Nazi-Pinten incl. Bestrahlung« verwies. Was sich zunächst ziemlich verwirrend anhört ist an sich nichts Neues (siehe Fontblog und BoingBoing), aber immer wieder spannend zu entdecken. Tobias Maring und Florian Hardwig (alias Dr.-Ing. Rolf Hawai oder Big Mo Sinatra) »anagrammisierten« (stellten also Buchstaben von Wörtern so um, dass sich daraus ein neuer Sinn ergibt) den kompletten Original-Tramplan ihrer Unistadt Braunschweig.
Es ist schon interessant, welche »Wahrheiten« bei der Wechselstaben-Verbuchslung ans Licht kommen, besonders lustig natürlich, wenn man das Original kennt. Bis heute dachte ich immer, ich wohnte jahrelang an der Endhaltestelle »Krematorium«, heute muss ich erkennen, dass es doch »Im Euromarkt« war. Besonders bemerkenswert aus typografischer Sicht ist die schöne Gestaltung mit Ornamenten, der Janson und jeder Menge Typoschmuck.
Erstellt haben die Beiden ihr Projekt für die nächste Ausgabe des studentischen Grafikmagazins Indivisual-Magazin (oder auch »Islam-Zivi in Uganda«) zum Thema »Aus alt mach neu«. Die Ausgabe 4 wird nächste Woche erscheinen, der angesprochene Anagramm-Netzplan Braunschweigs macht Lust auf mehr.
Die PDF findet man unter fontwerk.com/img/typografie/warme-nazipinten.pdf.


Die #4 des Indivisual-Magazins ist heute erschienen! Neben den »Warmen Nazipinten« gibt es 83 weitere Seiten mit Sehens- und Lesenswertem von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Zu kaufen ist das Heft natürlich auch online ;) Danke + beste Grüße, F.