× Experte für alte Linotype gesucht
»
20. Dezember 2005, 07.18 Uhr | Kategorie
Typografie
In meiner Heimatstadt Hettstedt wird seit einigen Jahren eifrig am Aufbau eines Druckereimuseums gearbeitet. Damals wurden in einer alten Druckerei längst vergessene Maschinen und Geräte der Schwarzen Kunst entdeckt und seither in mühevoller Kleinarbeit restauriert. Bis 1989 wurden dort Formulare, Grußkarten, Broschüren und Dokumente für Geschäfte, Betriebe und Institutionen gedruckt, vorwiegend auf einem Heidelberger Tiegel, aber auch auf einer seltenen Rotationsmaschine der Schnellpressenfabrik.
Gegründet wurde die Druckerei Heise, wie sie seinerzeit hieß, 1889 und hatte zeitweise bis zu 16 Mitarbeiter, darunter Redakteure, Schriftsetzer und Drucker und bis zu 20 ZeitungsbotInnen, die die Hettstedter Zeitung austrugen. Selbige erschien bis 1931 mit sechs Ausgaben pro Woche. Ab 1941 wurde sie unter dem Namen Buchdruckerei Heise als Akzidenzdruckerei weiter geführt.
Wie ich der Mitteldeutschen Zeitung nun entnahm, sucht der Verein momentan fieberhaft nach einem Fachmann, der in der Lage ist, eine fast 100 Jahre alte Linotype instandzusetzen.
Jochen Miche macht keinen Hehl aus seiner Ratlosigkeit. Er habe zwar schon verschiedene Kontakte aufgenommen, doch immer ohne Erfolg: “Wir haben bisher noch keinen Fachmann gefunden, der sich mit dieser Technik auskennt und sie vielleicht wieder in Gang bringen könnte”, so der Vorsitzende des Hettstedter Vereins, der mit großem Aufwand die ehemalige Druckerei Heise als Museum herrichtet.
Vielleicht kann einer meiner Leser hier weiterhelfen? Ich würde den Kontakt dann gern herstellen, allerdings vermute ich, dass es sich finanziell wohl eher nicht lohnen wird, es aber sehr wohl einem guten ehrenwerten Zweck dient.
Mehr Informationen: www.tglsa.de
TrackBack URI